Kategorie: MP3 Technik

13 Audio-CDs auf eine CD-ROM?

Diese Aussage bezieht sich auf die populäre Bitrate “128″, welche auf keinen Fall zu empfehlen ist und ganz gewiss auch nicht “CD-Qualität” darstellt. 128 kann für synthetisierte Musik ausreichen, das trifft auf Dancefloor Techno meistens zu, aber auch auf Kraftwerk. Bei Gitarrenmusik erkennt man nach etwas Übung schon bald die unangenehmen akustischen “Schlieren”, die sogenannten Artefakte.

Selbst 160 kbps können manchen Gesangspassagen nicht gerecht werden, während 192 kbps schon am Plattenplatz nagen. Und dann heißt es, dass man erst ab 256 kbps von “CD-Qualität” sprechen kann. Nur wer genau weiß was er tut, sollte noch statische mp3s erzeugen. Wer möglichst wenig Sorgen damit haben will, für den lautet heutzutage die vernünftige Empfehlung:

MP3s sollte man in variabler Bitrate (VBR) encoden!

VBR-Qualität wird in Schritten von 9 bis 0 abwärts zählend eingestellt, wobei 0 die Beste ist. Je nach Einstellung werden die Dateien klein bis riesengroß . Schon ab Level 6 sind die resultierenden MP3s in der Regel brauchbar. Bei Level 2 (Standard) werden die Dateien kaum größer als 128 kbps Dateien, ist aber ungleich besser in der Qualität gegenüber einem 128er mp3.

Wer einfach auf Nummer sicher gehen möchte, nehme Level 2 oder gar 0. Das Eingabefeld in dem üblicherweise die herkömmliche Bitrate eingestellt wird (meistens auf 128 voreingestellt), hat bei VBR-Codierung eine andere Bedeutung. Es stellt die Mindestbitrate dar. Entgegen vieler anderslautender Dokumentation ist es absolut sinnvoll hier die Mindesteinstellung von 32 zu wählen, das hat nämlich nur zur Folge, dass Stille im Musikstück die Datei kaum anwachsen lässt. Solange Musik zu hören ist, kommt der Encoder niemals auf so kleine Bitraten.

Detailoptimierungen wie man noch bessere mp3s erzeugen kann, ist dann z.B. ein Lowpass-Filter “–lowpass 19″  um Höhen bis zu 22 kHz zu erhalten. Also ist man mit VBR so oder so immer im grünen Bereich. Deshalb sollte man unbedingt immer VBR für seine MP3s benutzen um eine hervorragende Musikqualität zu haben.

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aacPlus & DAB

aacPlus, der von Coding Technologies entwickelte Audio-Codec, wurde von WorldDAB als neuer Audio-Codec für Digital Audio Broadcast (DAB) gemäß dem Eureka 147-Standard standardisiert.

aacPlus ist die Kombination von MPEG-4 AAC (Advanced Audio Coding) mit der Spectral Band Replication (SBR)- und Parametric Stereo (PS)-Technologie von Coding Technologies, mit deren Hilfe die Effizienz beliebiger Audo-Codecs verbessert werden kann. AacPlus ist ein Bestandteil des offenen MPEG-Standards und findet seine Verwendung für digitalen Rundfunk, mobile Musikdienste und Internet-Streaming. Dabei benötigt AacPlus nur einem Drittel der von MPEG-1/2 Layer 2 – der bisher für DAB verwendeten Technologie benötigten Bitrate und soll so nahezu CD-typische Audioqualität liefern können.

MPEG-4 aacPlus ist in allen digitalen mobilen TV-Technologien standardisiert, einschließlich DVB-H, MediaFlo, ISDB 1-seg und T-DMB, dem weltweiten Standard auf DAB-Basis. Darüber hinaus ist AacPlus ein Standard-Feature in einer Reihe von über 200 Medien- und Entertainment-Produkten von Unternehmen wie Nokia, Motorola, Sony Ericsson, Alcatel, Casio, Hitachi, Kyocera, LG, Siemens und Toshiba. Nach Ansicht von Coding Technologies werden bis zum Jahresende 2006 mehr als 100 Millionen mobile Geräte aacPlus unterstützen.

MP3 vs. AAC

Bei Musik in digitaler Form sprechen die meisten Leute von MP3. Es gibt aber inzwischen eine Vielzahl an Audioformaten, von denen einige dem MP3 Klassiker deutlich überlegen sind.

Das Advanced Audio Coding-Format (AAC) ist eine Weiterentwicklung des MP3-Standards. Die Verbesserung liegt unter anderem darin, dass die Qualität nicht mehr kontinuierlich mit der Datenrate sinkt. AAC erreicht bereits bei 128 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) CD-Qualität. Sowohl bei MP3 als auch bei AAC werden für die Ohren nicht wahrnehmbare Töne aus der Musik herausgeschnitten. Deshalb werden diese Verfahren auch lossy = verlustbehaftet, genannt.

Extra für das Streaming bei niedrigen Bandbreiten im Internet, Rundfunk und Mobilfunk wurde neben AAC das Format AAC Plus, auch HE-AAC, entwickelt. Eine Datenrate von 48 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) ist bei AAC Plus in etwa vergleichbar mit 128 kbit/s bei MP3. Eine MP3 Datei mit 48 kbit/s klingt dagegen Grottenschlecht und man sollte es seinen Ohren nicht zumuten.

Mit dem HE-AAC Codec kommt unter anderen der Player Winamp zurecht. Vom Klang und der Leistungsfähigkeit hat AAC auch die besseren Zukunftsaussichten. MP3 hat mit der Dynamik und gerade bei niedrigen Datenraten im Vergleich zu AAC große Probleme. MP3 wird aber nicht komplett verschwinden, die Abspielgeräte können künftig aber mehr neue Formate abspielen. Guter und schlechter Klang lassen sich nicht nur zu Hause an der Stereoanlage, sondern auch durchaus unterwegs unterscheiden. Mit guten Kopfhörern kann man den Unterschied zwischen einer Datenrate von 128 und 192 kbit/s MP3s hören.

Was ist AAC?

AAC ist die Weiterentwicklung des MP3 Audio Kompressionsverfahrens und ist durch neue Methoden etwa 30 Prozent effizienter als MP3.

In unabhängigen Tests hat sich die Effizienz des AAC-Systems gegenüber MP3 als höher erwiesen, und bei niedrigen Bitraten ist die Tonqualität höher. AAC unterstützt bis zu 48 Tonkanäle, Abtastfrequenzen bis 96 Kilohertz, und es erreicht ITU-R Rundfunkqualität bei einem 5.1-Kanal-Audioprogramm mit 320 Kilobit pro Sekunde. AAC wurde von vier führenden Industrieunternehmen (AT&T, Dolby Laboratories, Fraunhofer IIS und Sony Corporation) als ISO/IEC-Spezifikation standardisiert, und es wird von einer wachsenden Anzahl von Firmen und Organisationen unterstützt.

AAC findet unter anderem Verwendung in Online-Musikgeschäften wie dem iTunes Music Store oder dem Real Music Store, wird jedoch dort oft gepaart mit DRM-Systemen wie beispielsweise FairPlay. Auch der Winamp-Player unterstützt das Abspielen sowie das CD-Rippen von dem aac, aac-plus Format.

Sampling-Frequenzen von 8 bis 96 kHz und Unterstützung für bis zu 48 Kanäle ergeben deutlich verbesserte Stereo-Kodierung und Filter-Bank. Es wurde speziell für sehr niedrige Bitraten wie zum Beispiel 32 Kb/s Stereo (45:1 Kompression!) entwickelt. AAC erreicht eine Qualität, die sehr nahe an der Audio CD liegt, ohne die Höhen zu verlieren oder die Stereokanaltrennung aufzugeben. Laut einigen unabhängigen Test von führenden Sendeanstalten, übertraf AAC im Vergleich alle anderen Komprimierungsmethoden bei 48 und 64 Kb/s!.

Im Vergleich zum alternden MP3 ist AAC die Audio-Komprimierungsmethode für das 21. Jahrhundert

Wie weit das Hören mit 48 kbps Stereo an die originale Klangtreue herankommt, veranschaulicht die nachfolgende Tabelle (in Prozent).

MP3Pro

MP3Pro verbindet alte mit neuen Technologien. Bei der Umwandlung von Musik-Files wird der “normale” Ton wie bei MP3 kodiert, allerdings mit in etwa halbierter Bitrate. Eine 64KBit MP3Pro-Datei sollte nach Angaben der Entwickler die Qualität einer 128KBit MP3-Datei erreichen. Daraus resultiert eine Verringerung der Dateigröße auf etwa die Hälfte des Ursprungsfiles. Durch die Verwendung der Spectral Band Replication-Technologie (SBR), die von Coding Technologies entwickelt wurde, bleibt dem Musik-File gegenüber MP3 die volle Bandbreite erhalten. SBR greift insbesondere bei hohen Frequenzen, während für die tieferen nach wie vor der MP3-Codec verantwortlich zeichnet.

Vor- und Nachteile Vorteil dieser Methode ist die vollkommene Kompatibilität zu MP3. Ein MP3Pro-File lässt sich also mit jedem MP3-Player abspielen. Unterstützt der Player MP3Pro nicht, so wird die “SBR-Variante” schlichtweg ignoriert.

MP3Pro ist durch seine volle Kompatibilität zu MP3 vor allem im mobilen Bereich eine Technik mit Zukunftschancen. Erste tragbare Player mit MP3Pro-Support sind bereits angekündigt. Aktuelle Player stören sich nicht am Nachfolge-Format, wenngleich die Soundqualität etwas leidet. Die Klangqualität ist bei 64KBit und entsprechendem Player-PlugIn durchaus mit einem 128KBit MP3-File vergleichbar.

Weitere Infos & Download

Das Ende von MP3

Die Komprimierung wird in erster Linie durch das Weglassen redundanter und überflüssiger Daten erzielt. Dies bringt allerdings Qualitätsverluste mit sich. Erst bei Bitraten ab 128 KBit/s wird eine akzeptable Klangqualität bei MP3s erreicht, mit höherer Bitrate wird der Klang besser. Allerdings werden auch die MP3-Dateien größer.

MP3 liegt sowieso in den letzten Atemzügen. Die Konkurrenten bieten bessere Qualität bei geringerer Bitrate. Doch leider zögert die Hardwareindustrie noch etwas.

Ganz vorn liegt aacPlus

aacPlus ist kein eigenständiges Format, sondern basiert auf AAC und bietet zusätzlich die SBR-Technologie, um bei geringen Bitraten noch guten Klang zu produzieren. Und tatsächlich bringt aacPlus bei 80 und 64 KBit/s ein klares Klangbild hervor. Hersteller Coding Technologies verspricht jedoch schon bei einer Bitrate von 48 KBit/s CD-Qualität. Oberflächlich betrachtet stimmt das sogar, denn aacPlus schneidet bei 48 KBit/s erst bei einer Frequenzhöhe von 16 kHz das Audiosignal ab. Damit liegt aacPlus bei 48 KBit/s besser als etwa der beste MP3-Codec LAME bei 128 KBit/s.

In Sachen Klangqualität überzeugt auch OGG auf der ganzen Linie. Der Encoder verdichtet die Audiodaten etwas stärker als der MP3-Codec vom Fraunhofer Institut oder Lame, trotzdem ist die Klangqualität bei gleicher Komprimierung eindeutig besser.

LAME ist ein MP3-Encoder – das bedeutet, dass er in niedrigen Bitraten wie 64 KBit/s die hohen Frequenzen gnadenlos abschneidet, wodurch der Klang in diesem Bereich einfach unsauber ist. Dafür macht er Punkte in Sachen Originaltreue in Bitraten ab 128 KBit/s.

Erst bei 64 KBit/s erhält die Spitze des Feldes mit aacPlus und OggVorbis das Siegel „CD-Qualität“. Für die restlichen Encoder gilt: Wer keine Einbußen gegenüber dem Original hinnehmen will, sollte zu höheren Bitraten, also mindestens 192 KBit/s, greifen.

Wer hat nun also die besten Chancen MP3 abzulösen beziehungsweise dessen Pendant bei geringen Bitraten zu werden? Microsoft tut zwar alles, um sein Windows-Media Format unters Volk zu streuen, aber von der Qualität her ist es nur Durchschnitt. OggVorbis hätte trotz Open Source gute Chancen, doch die Hardware-Hersteller ziehen (noch) nicht mit. Beste Karten hat aacPlus: Auch wenn die Hardware im Augenblick noch fehlt, als Teil des MPEG4-Standards und aufgrund seiner hohen Effektivität bei geringen Bandbreiten ist es für die Computer-Industrie ein interessantes Audio-Format und auch dem Anwender wird es freuen.

Winamp

Der Winamp-Player unterstützt das Abspielen sowie das CD-Rippen von dem aac, aac-plus Format. Winamp enthält den Original “Coding Technologies” aac-plus Encoder.

Nero Burning Rom

Der Anwender findet nicht nur einen AAC-Encoder implementiert, sondern auch aacPlus sowie mp3Pro. Zum Abspielen all dieser Formate hat Ahead auch ein Tool mitgeliefert, nämlich den Nero Media Player.

Das Aufnehmen von z.B. Radio, TV oder Konvertieren von MP3, WAV, etc. zu MP4 erledigt der Nero Wave Editor.

MPEG Surround

Das Mehrkanal-Komprimierungs-Verfahren MPEG-Surround ist nun als offizieller Standard für Surround-Technologie anerkannt.

Auf der 79. MPEG-Konferenz hat die MPEG (Moving Pictures Expert Group) den nötigen Standardisierungsprozess abgeschlossen. MPEG Surround wurde von Agere Systems, Coding Technologies, dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen IIS und Philips Applied Technologies entwickelt.

Die Kompressionstechnik bietet eine Reihe von Funktionen für Mehrkanal-Audiosignale. Das System setzt auf Audio-Codecs wie etwa AAC, HE-AAC und MPEG-1 Layer II auf. MPEG Surround ist vollständig rückwärtskompatibel zu handelsüblichen Stereogeräten. Daneben weisen die Entwickler auf die breite Skalierbarkeit der Bitrate zur “Beschreibung des Surround-Klangbildes” hin. In Verbindung mit HE-AAC sei es beispielsweise möglich, 5- oder 7-Kanal-Surround-Wiedergaben bei einer Gesamt-Bitrate von 64 Kbit/s oder weniger zu übertragen. Dies mache die Technik unter anderem für Übertragungen im digitalen Rundfunk attraktiv, so Coding Technologies.

Für die Anwendung von MPEG Suuround im Portablen Bereich bietet die Technologie einen so genannten Binaural-Modus, bei dem Mehrkanal-Audio über herkömmliche Stereo-Ohrhörer wiedergegeben werden kann.

Damit sollen Radio, Fernsehen und andere Geräte endlich in den Genuss eines Raumklangs kommen. Auch soll ein so genannter Binaural-Modus für Surround-Klang bei Stereo-Geräten sorgen.

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Audio CDs in Dolby Digital Brennen

Möchten man eine konventionelle Audio-CD erstellen, ist dies kein Problem: Die meisten aktuellen Brennprogramme konvertieren MP2- und MP3-Titel ohne Zutun des Nutzers fürs Standard-Audio-CD-Format. Man muß dann nur als Zielformat eine Audio-CD und keine Daten-CD wählen. Wenn die Software für Audio-CDs nur PCM-Dateien (“Wave”) akzeptiert, kann man mit dBpowerAMP auch die MP2- und MP3-Mitschnitte konvertieren.

Per DVB-S werden viele Musiksendungen in Dolby Digital (“AC3″) gesendet. Mit dem Festplattenreceiver oder per PC-Sat-Karte lässt sich alles problemlos aufzeichnen. Getarnt als Audio-CD reicht jeder DVD- oder Audio-CD-Player per Digitalausgang den Mitschnitt an den Dolby-Digital-Decoder im AV-Receiver weiter.

Dazu muss man dem Audio-CD-Brennprogramm die Dolby-Digital-Dateien verpackt im Wave-Format präsentieren. Hierfür braucht man das Programm “BeSweet” samt seiner grafischen Oberfläche “BeSure”. Beide Programme werden in einen beliebigen Ordner entpackt. In BeSure wählt man im “Input files”-Menü den AC3-Mitschnitt aus.

Im nächsten Schritt gibt man über den Karteireiter “Files and folders” den Ordner an, in dem sich “BeSweet” befindet. Die übrigen Einstellungen kann man ignorieren. Unter “BeSweet Settings” wählt man AC3-CD als Zielformat. Die entstehende Wave-Datei kann man dann dem Audio-CD-Brennprogramm übergeben. Änderungen dürfen daran aber nicht mehr vorgenommen werden – das würde die Datei zerstören.

Zur Beachtung: Über die Analogausgänge geben diese CDs nur Gezwitscher von sich. Es empfiehlt sich, sie zu markieren und getrennt von echten Audio-CDs aufzubewahren.

Besweet dBpowerAMP

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MP3s auf CDs Brennen

Falsch bespielte CD-ROMs bocken auf einigen Playern, ohne Sachkenntnis codierte Musikstücke tönen bescheiden. Und schließlich schwankt der Komfort der Player selbst bei der MP3-Wiedergabe von nicht vorhanden bis exzellent. MP3 hat bei Audiophilen nicht den besten Ruf – zu Unrecht. Natürlich verschlechtert jede Datenreduktion per Definition den Klang. Richtig eingesetzt, sind die hörbaren Klangverluste von MP3 aber vernachlässigbar.

Vorbereitung

Wenn man eigene CDs als MP3-Datei speichern will, müssen die Audiodaten der CD zunächst ausgelesen (auch extrahieren oder “rippen” genannt) und im Standard-Audio-Dateiformat der jeweiligen Rechnerplattform gespeichert werden. Auf IBM-PCs sind das sog. Wave-Dateien, auf Macintosh AIF-Dateien. Diese Dateien können dann ins MP3-Format encodiert werden. Viele Programme erledigen auf Wunsch beide Schritte am Stück, rippen und codieren also in einem Aufwasch.

Das Extrahieren der Audio-CD-Daten ist der fehlerträchtigste und potentiell klangschädlichste Teil der Codieraktion. Obwohl CD-Brenn-Software, spezialisierte MP3-Programme und reine Ripper anbieten, Audio-CDs via CD-ROM-Laufwerk zu extrahieren, gibt es nur wenige Programme, die dies wirklich verlässlich erledigen: Eines davon heißt Exact Audio Copy (EAC) und ist für die aktuellen Windows-Varianten kostenlos verfügbar.

Rippen

Vor dem ersten Einsatz legt man eine Audio-CD ins CD-ROM-Laufwerk und in dem Programm unter “EAC – Drive Options” klickt man auf “Detect Drive Features”. Nach ein paar Minuten, wenn das Programm die Fähigkeiten des CD-ROM-Laufwerks erkannt hat, klickt man auf “Apply”. Man kann zur Sicherheit noch einmal nachschauen, ob unter “Extraction Method” die Option “Secure” markiert ist. Nur dann ist der zuverlässige Lesemodus aktiv.

Dann sollte unter “EAC Options” bei “Extraction – Extraction and Compression Priority” die Option “Idle” gewählt werden – sonst lassen sich andere Programme während des Lesevorgangs nur sehr zäh benutzen. Der darunter befindliche Menüpunkt “Error Recovery Quality” sollte auf “High” geschaltet sein. Wer einen Internetzugang hat, kann bei eingelegter Audio-CD auch gleich Interpret und Titelnamen bei der Datenbank CDDB abfragen und sich das Abtippen der Titel ersparen. Auch EAC spricht auf Wunsch externe MP3-Encoder an und wandelt so nach dem Auslesen der CD die Audiodaten gleich ins MP3-Format um.

Man kann die von EAC extrahierten Wave-Dateien auch Nachbearbeiten. Mit Programmen wie Audacity, Nero Wave-Editor etc. lassen sich ellenlange Ausblendphasen, dumpfe Höhen und schlappe Dynamik korrigieren. Grundfunktionen für die Klang-Kur bringt EAC sogar selbst mit. Erst die so bearbeitete Audiodatei wird dann ins MP3-Format codiert. Als Format wählt man beim VBR steht für variable Bitrate. Dabei entscheidet der Encoder, wie viel Bits das zu codierende Musikmaterial aktuell benötigt, leise Stellen brauchen weniger als laute, flirrende Schlagzeuge verlangen eine feinere Auflösung als ein träger Bass.

Brennen

Da es sich bei CDs mit MP3-Musik um Daten-CDs (CD-ROMs), nicht um Audio-CDs handelt, muss im Brennprogramm “Daten-CD” ausgewählt werden. Brennprogramme für Windows-PCs offerieren meist als mögliche Diskformate die Optionen “Joliet” und ISO 9660. Das ISO-9660-Discformat ist universell, es wird von allen MP3-CD-Playern erkannt. Sofern die Player überhaupt pro Titel mehr als acht Zeichen darstellen können, tun sie es mit ISO-9660-CD-ROMs auch. Auch, wer die MP3-CDs an Rechnern via Soundkarte abspielen will, hat mit dem ISO-9660-Format die wenigsten Probleme: Alle modernen Betriebssysteme können diese CD-ROMs lesen. An einigen Brennprogrammen muss man für das ISO-Format explizit lange Dateinamen aktivieren – und sollte es auch tun. Die Songtitel dürfen maximal 31 Zeichen lang sein.

CD-Rohlinge können in mehreren Durchgängen (Sessions) beschrieben werden. Wenn der Bestand an MP3-Titeln reicht, um eine CD-ROM vollständig zu füllen, sollte man jedoch die CD komplett (“Disc at once”) brennen; dann legt die Brennsoftware nur eine einzige Session auf der Disc an und finalisiert die CD auch automatisch. Player brauchen deutlich länger, um Multisession CD-ROMs einzulesen. Außerdem verschwenden Multisession CD-ROMs einen Teil ihrer Kapazität für die Verwaltung der Sessions.

Wenn es dennoch eine Multisession-MP3-CD sein soll, sollte man darauf achten, im Brennprogramm die vorhergehende Session zu importieren. Vergisst man dies, sind die Daten zwar auf der CD, aber für den Abspieler nicht auffindbar. Einige MP3-CD-Player haben auch Probleme, wenn Discs nicht finalisiert sind, also die CD noch nicht als “nicht beschreibbar” gesperrt wurde. Alle Brennprogramme bieten die Möglichkeit, dies nachzuholen.

Auch CD-RWs müssen unbedingt per CD-Brennprogramm bespielt werden. Sog. UDF-Programme (etwa “DirectCD” oder “InCD”), die CD-RWs wie eine Wechselplatte formatieren und erlauben, sie ganz normal per Explorer zu füllen, können von den meisten MP3-Spielern nicht gelesen werden. Die löschbaren CD-RWs sind außerdem nur für den Heimeinsatz sinnvoll, um schnell für für eine Party ein paar Lieblingshits auf eine Disc zu brennen. Ansonsten sollte man auf CD-RWs verzichten. Die Reflektivität der RW-Discs ist von Haus aus geringer, sie nehmen Fingerabdrücke und Kratzer wesentlich eher übel als die einmal bespielbaren CD-ROMs.

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Probleme mit VBR

VBR ist Teil des MP3-Standards, was bedeutet, dass alle MP3- Geräte und jede Software diese unterstützt. Die anschließend aufgeführten Probleme sind daher sehr selten. Alle neueren Hardwaregeräte unterstützen VBR, nur bei alten MP3-Player kann es sein, dass diese noch nicht VBR-fähig sind. Hierzu ist jedoch zu sagen, dass diese trotzdem das File spielen können, einzig die Anzeigen z.B. Liedlänge sind dann fehlerhaft und auch das Seeken (Vorspulen) ist evtl. etwas holprig.

Die meisten “Probleme” treten in Zusammenhang mit Windows oder dem Windows MediaPlayer auf. Es ist traurig aber wahr: Windows ist nicht VBR-fähig . Dies äußert sich darin, dass z.B. bei den Eigenschaften oder im Explorer eine völlig unsinnige Bitrate oder Liedlänge angezeigt wird. Auch kann es passieren, dass die Seekbar des Windows MediaPlayer noch in der Mitte ist, wenn das Lied bereits zu Ende ist und dann mit einem Hops ans Ende springt. Aber auch hier gilt: Das File kann trotzdem ohne Qualitätseinbußen abgespielt werden, die Fehler äußern sich nur in der Anzeige.

Auf dem PC kann man hier sehr leicht Abhilfe schaffen. Man verwende einfach einen vernünftigen Player (der Windows MediaPlayer zählt hier nicht dazu), diese sind in der Regel alle VBR fähig.

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